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Deutscher Bundestag

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Basisinformationen über den Vorgang

[ID: 16-21057]
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16. Wahlperiode
 
Vorgangstyp:
Schriftliche Frage  
 
Konsequenzen aus der Studie zu Methylquecksilberbelastung durch Fischverzehr, insbesondere bei Haifischfleisch für den Verbraucherschutz und für den Handel mit Haifischfleisch
 
Aktueller Stand:
Beantwortet  
Wichtige Drucksachen:
BT-Drs 16/13769 (Schriftliche Fragen)

Inhalt

Originaltext der Frage(n):

Wie bewertet die Bundesregierung die Ergebnisse der Studie zu Methylquecksilberbelastung durch Fischverzehr (LAVES Cuxhaven 2008), insbesondere die Tatsache daraus, dass bereits der Konsum von 300 g Haifischfleisch den toxikologischen Tageshöchstwert für Methylquecksilber der Beispielkonsumenten um das 14- bis 35-Fache überschreitet, dennoch der gesetzlich zulässige Höchstwert für Methylquecksilber aber nicht überschritten wird, und wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass laut dieser Studie sogar jede vierte Haifischfleischprobe den gesetzlich zulässigen Wert übersteigt?

Ob und inwieweit ist der Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor dem Hintergrund betroffen, dass der Verzehr von mit Methylquecksilber belastetem Haifischfleisch eine Gefährdung für den Verbraucher darstellt und besonders Ungeborene sowie Kinder schädigen kann?

Sieht die Bundesregierung keinen Widerspruch in ihrem Handeln, dass sie sich auf internationaler Ebene für eine Unterschutzstellung der vom Aussterben bedrohten Dornhaie und Heringshaie einsetzt und dagegen der Handel und die gastronomische Vermarktung in Deutschland aber weiterhin zulässig sind?

Hält die Bundesregierung es auf Grund der Methylquecksilberbelastung im Haifischfleisch für erforderlich, Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten zu ergreifen, insbesondere gezielte Verbraucherinformation oder das Verbot des Inverkehrbringens von belasteten Haiprodukten, und wenn nicht, wie begründet die Bundesregierung ihre ablehnende Haltung?
 

Schlagwörter

Fisch ; Hai; Rückstände in Lebensmitteln ; Studie; Verbraucherschutz

Vorgangsablauf

BT -
Schriftliche Frage/Schriftliche Antwort
 
10.07.2009 - BT-Drucksache 16/13769, Nr. 104-107
 
Dr. Peter Jahr, MdB, CDU/CSU, Frage
Matthias Machnig, Staatssekr., Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Antwort